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Skifahren im Sommer

Veröffentlicht: Mi., 07.07. / 17:46
Autor: Falco Kübler
Ski fahren im Gletscher
© shutterstock

Skifahren im Sommer: Die 5 besten Sommerskigebiete in der DACH-Region

Natürlich kannst du dich im Sommer mit Eis, Freibädern und Klimaanlagen abkühlen. Aber richtig frisch weht dir der Wind erst in einem Sommerskigebiet um die Nase. Tausche den Sommer gegen ein paar Tage Winter! Es gibt einige Pisten, auf denen du auch im Juni, Juli oder August noch Ski fahren kannst. Welche die zurzeit besten sind, erfährst du hier.

1. Hintertuxer Gletscher in Tirol (Österreich)

Auf dem Tuxer Ferner im Zillertal, der auf 1.500 bis 3.250 Metern liegt, fährst du das ganze Jahr über Ski, wenn du es möchtest. Es handelt sich um einer der wenigen ganzjährig geöffneten Skigebiete in der DACH-Region. Hier findest du wirklich an allen 356 Tagen des Jahres schneesichere Gegebenheiten vor. Der Sommer ist dabei etwas weniger von Skifahrern frequentiert als Herbst und Winter, obwohl in dieser Jahreszeit sogar die Lifts noch fahren und dir etwa 20KM2 präparierten Pisten zur Verfügung stehen. Wenn du ein genaueren Einblick in der aktuellen Konditionen auf der Pisten bekommen möchtest, kann du dir Videos von einer der 3 Webcams der Hintertuxer Gletscher angucken.

Du wirst hier rundum verwöhnt! Ganz Tirol ist hervorragend für Touristen erschlossen, was sich auch am Hintertuxer Gletscher zeigt:

Einen einzigartigen Ausblick von der auf 3.000 Metern gelegenen Panoramaterrasse des Tuxer Fernerhaus, oberhalb des Sommerskigebiets  

  • Im dem Gletscherflohpark, einen riesengroßen Spielplatz, verbringst du deine im Schneereifen-Karussell oder auf der Snowtubing Bahn.  

  • Ein Besuch im Natur Eis Palast und die Gletscherführung für Abenteuersüchtigen, sind ebenfalls eine gute Idee nach dem Skifahren.

2. Alpincenter Kaprun am Kitzsteinhorn (Österreich)

In diesem Sommerskigebiet geht es relativ warm zu, sodass du leider nicht den ganzen Sommer über Skifahren kannst. Die Saison endet in der Regel im Juli. Bis dahin fährst du, wenn es nicht genug Naturschnee gibt, zum Teil auf künstlichen Pisten, die bis zu 15 Kilometer lang sind. Für den nötigen Schnee sorgen Schneekanonen.

Hier kombinierst du Sommer und Winter an einem Tag: Vormittags fährt man die Pisten runter und Nachmittags kann man eine Runde schwimmen im Zeller See.

3. Matterhorn Glacier Paradise in den Walliser Alpen (Schweiz)

Noch höher hinaus als in Deutschland und Österreich kommst du in der Schweiz. Auf 3.883 Metern erwartet dich mit dem Matterhorn Glacier Paradise die höchste Bergstation Europas. Neben einer atemberaubenden 360-Grad-Aussichtsplattform, von der du gleich mehrere Gletscher und Viertausender erblickst, wartet hier das größte und höchstgelegene Sommerskigebiet Europas auf dich. Im Sommer findest du hier zwar weniger Leute, dafür sind die Preise im Sommer etwas höher als im Winter.

Bis zu 21 Pistenkilometer mit Schneegarantie möchten von dir auf Skiern erkundet werden. Dabei hast du das Matterhorn stets im Blick. Auch Freestyler und Snowboarder kommen im Sommer auf ihre Kosten, wenn sie das Skigebiet besuchen. Für sie gibt es den Snowpark Zermatt. 

Du möchtest deine Fähigkeiten verbessern? Ein Teil der Skischulen haben auch im Sommer geöffnet!

4. Mölltaler Gletscher in Kärnten (Österreich)

Obwohl das Nationalpark Hohe Tauern im Sommer vor allem seinen Ruf als Wanderparadies hat, können auch Sommerskifahrer hier auf ihren Kosten kommen. Man kann sogar ein paar Stunden Skifahren mit einer Gletscherwanderung kombinieren! Dadurch ist dieses Skigebiet im Sommer ideal für Besucher, die wandern mit Skifahren kombinieren möchten.

Es stehen etwa 24 Pistenkilometer zur Verfügung, wovon die meisten mit Kunstschnee bedeckt sind. Die Anzahl der geöffneten Lifte ist von den Wetterbedingungen abhängig. Wer weiß, vielleicht entdeckst du hier noch der ein oder anderen Skipromi, da der Mölltaler Gletscher im Sommer auch von Profiskifahren besucht wird. Ein weiteres besonderes Highlight ist die Aussicht auf den vielen Seen rundum den Gletscher. Zum Baden sind diese, auch im Sommer, zwar sehr kalt.

5. Skihallen in Deutschland

Leider sind die Optionen für Sommerski in Deutschland rar gesät. In den Mittelgebirgen wie dem Harz fällt ab dem Frühling schon kein Flöckchen mehr. Auf dem höchsten Berg des Landes, der Zugspitze, kannst du nur bis etwa Mai skifahren. Der Gipfel ist etwas niedriger als 3.000 Meter, wodurch Sommerski hier leider sehr unwahrscheinlich ist.

Falls du trotzdem nicht auf Skifahren im Sommer in Deutschland verzichten möchtest oder es lieber etwas näher zuhause sucht, bleibt dir ein Besuch in einer der spektakulären Skihallen. Diese sind auch im Sommer geöffnet, allerdings meist mit eingeschränkten Öffnungszeiten. Es gibt sie in Neuss, Bottrop und Bispingen sowie an einigen weiteren Orten. Die Hallen sind überdacht und du fährst auf Kunstschnee. Wer möchte, ist nicht nur aktiv auf Skiern unterwegs, sondern genießt auch ein leckeres Essen oder nimmt an einem Event teil.

Wann kann ich Skifahren?

Die meisten Pisten in den Sommerskigebieten sind nur am Vormittag geöffnet. Am Nachmittag haben sie dementsprechend geschlossen. Wer also Ski fahren möchte, sollte früh aufstehen und sich vorher über die konkreten Öffnungszeiten informieren. Das hat jedoch einige Vorteile, denn so bleibt dir der ganze Nachmittag, um weitere Abenteuer in den Bergen und der Umgebung rund um das Skigebiet zu erleben. Es lohnt sich, wenn du mobil bist, etwa mit einem Mietwagen oder deinem eigenen Auto. Rechne auch damit, dass die Konditionen von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich sind: Wenn im Winter wenig Schnee gefallen ist und Frühling und Sommer warm sind, sind viele Pisten zu.

Die Höhenzüge haben dir fast überall in der DACH-Region abwechslungsreiche Erlebnisse zu bieten, die vorwiegend auf Sommer getrimmt sind. Unternimm zum Beispiel eine Wandertour, erkunde eine Mountainbike-Strecke oder genieße das berauschende Bergpanorama von einem der zahlreichen Aussichtspunkte. Natürlich finden sich vielerorts auch Restaurants aller Preisklassen, entspannende Wellness-Angebote und weitere Aktivitäten wie Klettern, Gletschertouren oder aussichtsreiche Wandertouren.

Wer fährt im Sommer Ski?

Einst galt Sommerski als Freizeitbeschäftigung für die Gutsituierten. Die Reichen und Mächtigen sowie die Bürger aller anderen oberen Schichten kamen zwischen Juni und August gern für einige Tage vorbei, um sich in erhabener Gesellschaft zu erfrischen. Daher kommt auch das leicht verstaubte Image, das dem Sommerski bis heute anhaftet. Das hat sich inzwischen aber geändert.

Zwar kannst du mit Glück immer noch auf Berühmtheiten treffen, doch die meisten Besucher sind professionelle Wintersportler aus der ganzen Welt. Sie arbeiten in Sommerskigebieten außerhalb der Hauptsaison an ihren Fertigkeiten. Natürlich kommen auch "normale" Menschen aus der Umgebung und anderen Landesteilen her, um ein paar ungewöhnliche Urlaubstage zu erleben. Außerdem gibt es eine immer größer werdende Gruppe von Urlauber, die sich nicht zwischen Wanderurlaub und Skiurlaub entscheiden können und dies in einem Urlaub kombinieren möchten.

Ist der Schnee in Sommerskigebieten echt?

In Sommerskigebieten liegt mit Ausnahme der Pisten in den Skihallen keineswegs überall Kunstschnee, der mit viel Energieaufwand von Maschinen hergestellt werden muss. Vor allem oberhalb von 3.000 Metern fällt selbst im Hochsommer noch ein bisschen Schnee, sodass du dort auf echtem Naturschnee an deinen Skikünsten arbeiten kannst. Teilweise fährst du auch auf Eis.

In Österreich und der Schweiz gibt es hunderte 3.000er und sogar den ein oder anderen 4.000er. Deutschlands höchster Berg, die Zugspitze, ist hingegen nur 2.962 Meter hoch. 

Wunder dich nicht, wenn Teile der Schneefläche abgedeckt sind, solche „Decken“ reflektieren die Sonne bis zum Teil und können zu verringerten Schmelzen der Gletscher beitragen.

Hier geht es zur Übersicht aller momentan offenen Skigebiete!

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