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12 Tipps, wie du deine Skitechnik verbesserst

Veröffentlicht: Mo., 13.01. / 10:08
Autor: Sabrina Fuchs
Um seine Skitechnik zu verbessern, kann man verschiedene Tipps berücksichtigen
© Shutterstock

Wer nach einem vollen Jahr im Winter das erst Mal wieder auf seinen Skiern steht, kennt das Gefühl: Irgendwie geht einem alles nicht mehr so leicht von der Hand, die Routine fehlt. Gezielte Übungen für die richtige Skitechnik zum Beginn der Ski-Saison sind da die Lösung. Oder du bist fortgeschrittener Skifahrer aus Leidenschaft und möchtest deine Skitechnik noch verbessern? In beiden Fällen liefern dir unsere zwölf Tipps für eine perfektionierte Skitechnik jede Menge Hilfestellungen.

1. Oberkörper richtig einsetzen

Der Oberkörper dient in Kurven als Stabilisator und Gegengewicht. Dementsprechend richtet er sich im Gegensatz zu Füßen, Beinen, Hüfte und natürlich den Skiern nicht an den Kurven aus, sondern bleibt gerade. Falls dir das Probleme bereitet, suchst du dir am besten einen Punkt im Tal, den du während der Kurve fixierst – so hält dein Oberköper automatisch die richtige Position.

2. Körperschwerpunkt gezielt nutzen

Den Körperschwerpunkt zu kennen und bewusst einzusetzen hilft nicht nur dabei, das Gleichgewicht zu halten, sondern sorgt auch für mehr Stabilität und ein entspanntes Fahrgefühl. Konzentriere dich also auf den Bereich rund um deinen Bauchnabel und verlagere ihn gezielt nach oben, unten, rechts oder links – das ist die Grundlage für das Gelingen verschiedener Skitechniken

3. Aktive Hochbewegungen

Eine aktive Hochbewegung bedeutet, dass du (in dieser Reihenfolge) Fußgelenke, Knie und Hüfte bewusst streckst. Führst du diese Skitechnik unmittelbar vor einer Kurve aus, richten sich deine Skier wesentlich müheloser entsprechend der Kurvenorientierung aus. Trotz Streckbewegung und Körperspannung dürfen die Knie aber nicht zu steif sein!

4. Hände vorne halten

Häufig wird auf die richtige Handhaltung beim eigentlichen Fahren nicht genug geachtet, sodass sie schnell in einer Position hinter dem eigenen Becken landen. So kannst du sie aber nicht zum Schwungholen nutzen. Achte stattdessen darauf, deine Hände ca. 10 Zentimeter vor deinen Hüftknochen zu halten, während die Stöcke schräg nach hinten zeigen.

5. Druck auf den Skischuh ausüben

Damit das Auf- und Abkanten beim Einleiten einer Kurve gelingt, musst du deine Schienbeine nutzen. Drücke deutlich gegen den Skischuh, um deinen Bewegungen mehr Nachdruck zu geben. Hier kann es hilfreich sein, sich vorzustellen, dass zwischen Schienbein und Skischuh ein Blatt Papier eingeklemmt ist, das nicht herunterfallen soll.

6. Bananen-Skitechnik nutzen

Was komisch klingen mag, ist ein nützlicher Tipp für die richtige Skitechnik beim Auf- und Abkanten. Halte dir vor Augen, dass dein Körper in diesen Momenten die Form einer Banane einnehmen sollte. Das bedeutet: Das Gesäß wird dem Hang entgegengestreckt, sodass der Körper insgesamt einen Bogen bildet.

7. Auf- und Abkanten trainieren

Das Auf- und Abkanten ist eine Basis-Skitechnik. Nachdem wir jetzt schon einige Tipps genannt haben, mit denen es sich perfektionieren lässt, kommt hier noch einer hinzu: Mach dir bewusst, dass die Technik aus drei Bewegungsabschnitten besteht, die nacheinander eingeleitet werden müssen:

1.    Füße in die entsprechende Kurvenrichtung drehen

2.    Knie folgen lassen

3.    anschließend Oberschenkel- und Beckenposition anpassen

Damit dieser Bewegungsablauf reibungslos funktioniert, kannst du die drei Schritte auch trocken und einzeln üben. Anschließend kombinierst du sie, achtest aber nach wie vor darauf, dass wirklich jeder Schritt ausgeführt wird. Du wirst den Unterschied sofort bemerken! Gerade gekippte Fußgelenke sind ein wichtiger Ansatzpunkt, um die eigene Skitechnik zu verbessern.

8. Füße und Beine richtig drehen

Bleiben wir beim Thema: Die korrekte Ausrichtung des gesamten Körpers ist essenziell für flüssigen Fahrspaß. Sowohl die Beine als auch Füße und der Oberkörper helfen hier mit, die gewünschte Richtung einzuschlagen. Wenn du zu Beginn der Skisaison noch etwas eingerostet bist, solltest du dich insbesondere um korrekte Fuß- und Beindrehungen bemühen – die machen nämlich den größten Unterschied.

9. Neue Skitechnik immer auf einfacheren Pisten üben

Dieser Tipp ist entscheidend für deine Sicherheit und die von allen anderen Fahrern um dich herum: Übe neue Techniken immer erst auf einer einfachen Piste und steigere dich dann langsam. Wähle erst dann anspruchsvollere Routen, wenn du dir deines Könnens wirklich sicher bist. Auch nach einer längeren Pause solltest du nie direkt mit der schwarzen Piste anfangen. Starte gemächlich und steigere dich dann langsam, damit der Skiurlaub nicht im Krankenhaus endet.

10. Zwerg-Riese-Übung für das perfekte Kurzschwungfahren

Der Kurzschwung hilft dabei, den Kurvenradius individuell anzupassen und gibt dir so auch auf Steilhängen genügend Sicherheit. Verschiedene Skitechniken helfen dir hier, die drei Phasen Kurvenanfang, -mitte und -ausgang zu bewältigen, darunter vor allem der schon genannte Einsatz des Körperschwerpunkts und der Druck gegen den Skischuh mit deinem Schienbein.

Besonders beliebt ist allerdings die Zwerg-Riese Übung, die dir hilft, die Hoch-Tief-Entlastung zu meistern. Kurz vor der Kurve hebst du die Arme, sodass sich dein Körper streckt. In der Kurve legst du dann die Hände auf die Knie, damit dein Körperschwerpunkt automatisch sinkt.

11. Mit ein paar Tricks richtig Carven

Das Carven gehört zu den fortgeschrittenen Skitechniken, die den Gelegenheits-Skifahrer vom eleganten Profi unterscheiden. Bei dieser Technik werden die Skier beim Schwung aufgekantet statt zu driften, was dazu führt, dass du quasi keine Geschwindigkeit verlierst – perfekt für alldiejenigen, die gerne rasant die Piste hinabfahren. Damit das Carven besonders gut gelingt und sicher bleibt, gilt es ein paar Aspekte zu beachten:

  • Körperspannung ist das A und O beim Carven, damit der Widerstand beim Aufkanten überwunden werden kann.

  • Kraft- Koordinations- und Balance-Übungen schon vor dem Skiurlaub schaffen hier perfekte Voraussetzungen. Gerade die Beine sollten gezielt gestärkt werden.

  • Damit du ein besseres Gefühl für die Kanten bekommst, kannst du bei langen Schwüngen bewusst die Belastung von Außen- und Innenski variieren. So vermeidest du unerwünschte Drehbewegungen.

Wenn dir das nicht anspruchsvoll genug ist, kannst du auch versuchen, Kurven auf dem Innenski zu beginnen.

12. Dank der perfekten Skitechnik Tiefschneefahren meistern

Tiefschnee-Fahrten sind für viele fortgeschrittene Skifahrer dank des unvergleichlich leichten Fahrgefühls ein absolutes Highlight. Damit auch du dich in den hüfthohen Schnee trauen kannst, hier ein paar Tipps:

  • Tiefschnee hat eine stärkere Bremswirkung, was dich bei der Geschwindigkeitskontrolle unterstützt.

  • Spezielle Tiefschneeskier helfen dir durch verbesserten Auftrieb, nicht im Schnee einzusinken.

  • Führe die Skier enger als normalerweise, um den Auftrieb zusätzlich zu verbessern.

  • Der Talski fungiert im Tiefschnee als Führungsski, bestimmt die Richtung und regelt den Schwung.

Fazit – Mit ein paar Grundregeln der Skitechnik wirst du zum Profi

Der Schlüssel zu entspanntem und gekonntem Skifahren, das richtig Spaß macht, sind im Grunde ein paar wenige Grundprinzipien: Wer den Körperschwerpunkt bewusst einsetzt, seine Körperhaltung im Griff hat und zur richtigen Zeit die richtigen Drehungen in seinen Gelenken ausführt, ist auf dem besten Weg zum Profi-Fahrer. Natürlich klingt das einfacher als es in der Praxis oft ist. Hier hilft nur Übung: Übst du Bewegungsabläufe und Körperhaltungen immer wieder – erst trocken, dann auf leichten Pisten – gehen sie dir irgendwann in Fleisch und Blut über. Durchhalten lohnt sich also!

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